Wissenswerte Informationen

Wissenswerte Informationen über Jablonec nad Nisou

Jablonec nad Nisou (früher Gablonz an der Neiße) mit fast 45 000 Einwohnern bildet das Verwaltungs-, Kultur- und Sportzentrum des Isergebirges. Die erste schriftliche Erwähnung über Jablonec finden wir im Jahr 1356, aber auf die Dauer bewohnt wird es erst im 16. Jahrhundert, als man die erste Glashütte in Mseno (Grünwald) baute, sowie auch die erste Kirche. Zu einer grundsätzlichen Änderung in der Entwicklung der Stadt kommt es in der 2. Hälfte des 17. Jahrhundert. Die Glasindustrie entwickelt sich schnell, aber zugleich zeigt sich, daß Jablonec eine günstige Lage für den Handel besitzt. Als dann in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts die ersten Bijouterieartikel hergestellt wurden und gleich gut auf dem Markt ankamen, nichts hinderte den weiteren schnellen Aufstieg der Stadt. Im Jahr 1808 wurde Jablonec zum Marktflecken erhoben, und im Jahr 1866 durch ein Dekret von Franz Josef I. zur Stadt. In dieser Zeit bestanden schon Handelsverbindungen mit der ganzen Welt. Ein Beweis für den Reichtum, der in die Stadt bis zum I. Weltkrieg floß, ist eine lange Reihe bedeutender Bauten und ganze Stadtviertel. Zu den interessantesten gehörten Jugendstilbauten und private Villen in der jetzigen Podhorská ulice (Gebirgsstraße) und 28. října (Josef-Pfeifer-Str.). Später wurden zwei Dominanten der Stadt erbaut, die Kirche des Heiligsten Herzens Jesu auf dem Horní náměstí (früher Gewerbeplatz) und das Rathaus auf dem Mírové náměstí (Friedensplatz). Und wie ist Jablonec nad Nisou heute? Wir hören, daß es wieder eine Glas- und Bijouteriestadt ist, eine Stadt des Sportes, ein Tor zum Isergebirge. Durch was kann es den Besucher fesseln? Aus der Sicht eines Kulturmenschen vor allem durch das Stadtheater, welches nach einer zweijährigen Rekonstruktion neu eröffnet wurde, durch das Museum von Glas und Bijouterie, aber auch durch die reichverzierten Jugendstilbauten in der Podhorská ulice, Lidická und 28. října. Den Sportfans und Urlaubern bieten sich die Sportareale in Břízky (Birkenwäldchen) in Mseno an, Badefreuden in den drei Talsperren, offene Tennisplätze sowie Tennishallen in Prosec (Proschwitz) und Brizky (Birkenwäldchen), ein Hallenbad, Schlittschuhlaufen in der Winterhalle, eine Skiloipe, ein Skislalomhang in Dobrá Voda (Gutbrunn), den Pferdeliebhabern Reitschulen in Rýnovice (Reinowitz) und in der nächsten Umgebung. Nur 20 Minuten dauert die Busfahrt nach Bedrichov (Friedrichswald) oder Horní Maxov (Ober Maxdorf), zu den Pforten des Isergebirges.

Hergestellt 13.5.2009 9:41:17 | gelesen 47726x | Petr Vitvar